GedankenRefresh – Warum wir festhalten, obwohl wir loslassen möchten


Manchmal merken wir, dass uns etwas nicht guttut.
Eine Situation, ein Verhalten oder ein Muster, das sich immer wiederholt. Und trotzdem halten wir daran fest.

Wir wünschen uns Veränderung, mehr Ruhe, mehr Klarheit – und gleichzeitig fällt es uns schwer, wirklich etwas anders zu machen. Stattdessen richten wir unseren Blick oft nach außen. Wir ärgern uns, suchen Fehler bei anderen oder erzählen uns selbst, warum etwas gerade nicht möglich ist.

Doch hinter vielen dieser Geschichten liegt etwas sehr Menschliches: die Angst vor Veränderung. Und erst wenn wir beginnen, ehrlich hinzuschauen, wird sichtbar, was uns wirklich festhält.

Ich kenne das selbst.

Manchmal ist es leichter zu meckern und zu sagen, dass etwas anders sein müsste oder dass der andere einen Fehler gemacht hat. In solchen Momenten schaue ich nach außen – und muss nicht nach innen schauen.

Und oft halte ich genau dadurch an Dingen fest, die ich eigentlich gar nicht mehr möchte. Nicht, weil sie mir guttun, sondern weil Veränderung Unsicherheit mit sich bringt.

Dann entstehen diese Sätze:
„Das geht nicht, weil…“
„Ich kann nicht, weil…“
„Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt…“

Viele dieser Gedanken sind Geschichten, die wir uns selbst erzählen. Und hinter ihnen steht oft etwas sehr Einfaches: Angst. Nicht unbedingt die Angst vor dem Außen, sondern die Angst vor dem Unbekannten.

Solange wir im Außen nach Fehlern suchen, müssen wir diese Angst nicht sehen. Doch wenn wir beginnen, ehrlich hinzuschauen, verändert sich etwas. Nicht sofort im Außen, aber in uns.

Wir sehen klarer, wo wir festhalten, wo wir aus Gewohnheit bleiben und wo wir uns vielleicht selbst verstecken. Und allein dieses Sehen bringt Bewegung – ganz leise, ganz ruhig.

Vielleicht geht es nicht darum, sofort alles zu verändern. Vielleicht geht es zuerst darum, ehrlich zu sehen, was ist.

Wenn wir aufhören, uns abzulenken, und beginnen, still hinzuschauen, wird vieles klarer. Nicht auf einmal, nicht laut – sondern Schritt für Schritt.

Und oft beginnt Veränderung genau dort:
nicht im Kämpfen,
nicht im Weglaufen,
sondern im ruhigen Erkennen.

Vielleicht genügt für heute dieser Gedanke:
Ich darf sehen, was ist, ohne mich zu verstecken.

 

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