Manchmal glauben wir, dass wir unglücklich sind, weil etwas im Außen nicht stimmt.
Zum Beispiel in einer Beziehung.
Man fühlt sich nicht mehr wohl, nicht mehr gesehen oder nicht mehr verbunden. Die Gedanken kreisen, die Unzufriedenheit wächst, und irgendwann entsteht die Überzeugung: Wenn ich mich trenne, wird es mir besser gehen.
Also verändert man etwas im Außen.
Man geht.
Und oft fühlt sich das zunächst auch leichter an.
Doch nach einiger Zeit kann etwas zurückkommen.
Sehnsucht.
Erinnerungen.
Gedanken an das, was einmal war.
Und dann taucht die Frage auf:
Warum bin ich jetzt nicht glücklich?
Viele Menschen möchten sich von ihrem Partner trennen, obwohl sie innerlich noch gar nicht bereit dazu sind.
Dann geschieht oft eines von zwei Dingen:
Sie kehren nach einiger Zeit zurück,
oder sie gehen eine neue Beziehung ein, die ihnen auf ähnliche Weise wieder Schwierigkeiten bereitet.
Das kann daran liegen,
dass wir im Außen nach einer Lösung suchen,
während der eigentliche Ursprung in uns liegt.
Wenn wir beginnen, bei uns selbst hinzuschauen,
verändert sich auch unsere Haltung gegenüber der Beziehung.

Dann wird sichtbar:
Beim Partner zu bleiben ist nicht automatisch das Problem.
Und ihn zu verlassen ist nicht automatisch die Lösung.
Wirkliche Klarheit entsteht oft erst dann,
wenn wir bereit sind, uns selbst ehrlich zu begegnen.
Wenn wir unsere Fragen nicht nur auf die Beziehung richten,
sondern auf unser eigenes Erleben,
auf unsere Erwartungen,
auf das, was in uns gesehen werden möchte.
Und während wir beginnen,
uns selbst besser zu verstehen,
ordnet sich vieles von allein.
Auch die Frage nach der Beziehung, wird sich regeln. So oder so.
Hier wird etwas sichtbar, das viele von uns kennen:
Wir verändern die äußere Situation, aber die innere Bewegung bleibt dieselbe.
Das bedeutet nicht, dass es falsch ist, Entscheidungen zu treffen. Manchmal ist es sogar sehr wichtig, etwas im Außen zu verändern.
Doch innere Ruhe entsteht nicht automatisch dadurch.
Denn unser innerer Zustand hängt nicht nur davon ab, was im Außen geschieht. Er entsteht auch aus unseren Erwartungen, unseren Gedanken und dem, was wir in uns tragen.
Wenn wir glauben, dass eine äußere Veränderung uns dauerhaft glücklich machen soll/ muss, entsteht ein stiller Druck.
Und wenn dieses Glück nicht eintritt, glauben wir, etwas falsch gemacht zu haben.
Meist geht es nicht darum, immer wieder im Außen nach Lösungen zu suchen.
Mehr geht es darum, im Inneren zu erkennen, was uns wirklich bewegt.
Innere Freiheit bedeutet nicht, dass alles im Leben leicht ist.
Sie bedeutet, dass unser inneres Gleichgewicht nicht mehr vollständig davon abhängt, was im Außen geschieht.
Dann können wir handeln.
Wir können gehen oder bleiben.
Wir können verändern, was verändert werden kann.
Aber unser innerer Frieden hängt nicht mehr ausschließlich davon ab.
Und vielleicht genügt für heute dieser Gedanke:
Nicht jede Veränderung im Außen bringt Ruhe. Nicht das Außen macht mich glücklich.
Und auch nicht unglücklich.
Mein innerer Zustand entsteht in mir.